Pressearchiv 2003
Haspa jetzt Finanzholding - Bankbetrieb in Aktiengesellschaft ausgegliedert
Hamburg, den 20. Juni 2003. Der vergangene Montag, der 16. Juni 2003, markiert für die Haspa, Deutschlands größte Sparkasse, einen weiteren historischen Meilenstein in ihrer Firmengeschichte:
Am 176. Geburtstag der Haspa hat der Registerrichter beim Amtsgericht Hamburg die noch fehlenden Eintragungen für die rechtliche Wirksamkeit der Neuaufstellung der Haspa-Gruppe im Handelsregister vorgenommen. Mit handelsrechtlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2003 ist die bisherige Haspa unter dem Namen HASPA Finanzholding als Dachgesellschaft (Holding) an die Spitze der Haspa-Gruppe getreten und hat ihren Bankbetrieb in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert, die als Hamburger Sparkasse AG firmiert. Die Haspa ist damit nach der Sparkasse Mittelholstein AG, Rendsburg, die zweite deutsche Sparkasse in der Rechtsform der Aktiengesellschaft.
Mehr Handlungs- und Gestaltungsspielraum im Wettbewerb
Dieser Schritt ist für die Haspa jedoch kein Selbstzweck, sondern soll sie noch besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Er sichert ihr durch den Fortbestand der privaten Rechtsform zum einen auch künftig Unabhängigkeit und Selbständigkeit; verschafft ihr zum anderen zusätzliche geschäftspolitische Flexibilität. Durch die neue Konzernstruktur positioniert sich die Haspa zugleich im rasant verlaufenden Veränderungsprozess des Kreditgewerbes. Sie kann dabei nunmehr aus ihrer starken Stellung als regionaler Marktführer im Retailgeschäft in ihrem relevanten Marktumfeld in der Metropolregion Hamburg eine aktive, gestaltende Rolle einnehmen.
Klare Aufgabenteilung zwischen Holding und Bankbetrieb
Die Funktionen zwischen Finanzholding und Aktiengesellschaft, die das operative Bankgeschäft betreibt, sind klar verteilt:
Die HASPA Finanzholding, also die vertraute juristische Person alten hamburgischen Rechts, fungiert als Finanzholding im Sinne von § 1 Abs. 3a des Kreditwesengesetzes. Ein operatives Bankgeschäft betreibt sie nicht. Als Muttergesellschaft von Tochter- und Beteiligungsunternehmen steuert sie den Konzern. Ihr Schwerpunkt liegt damit auf der Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe und dem Beteiligungsmanagement. Die HASPA Finanzholding hält sämtliche Anteile an der Hamburger Sparkasse AG.
- Der Bankbetrieb wurde 1 zu 1 auf die Hamburger Sparkasse AG übertragen. Sie führt das operative Bankgeschäft in der Metropolregion Hamburg als Retailbank für Privatkunden und mittelständische Unternehmen unverändert fort. Die allen Hamburgern vertraute Haspa wird also jetzt in der Rechtsform der Aktiengesellschaft betrieben.
Weiterhin Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter
Für Kunden und Mitarbeiter ändert sich durch die Neuaufstellung der Haspa-Gruppe praktisch nichts. Die Haspa bleibt zuallererst Sparkasse. In der Geschäftsausrichtung, im Außenauftritt und im Erscheinungsbild wird Kontinuität gewahrt. Es findet weder ein Gang an die Börse statt noch wird eine Shareholder-Value-Politik betrieben. Die Verbandsmitgliedschaften der Haspa sind nahtlos auf die Hamburger Sparkasse AG überführt worden. Diese Gesamtgestaltung verbindet die bewährte Tradition - die überzeugende und faszinierende Sparkassenidee - mit den aktuellen Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Kreditinstitut.
Für die Kontinuität im Verhältnis zu den Kunden gilt: Auch nach Ausgliederung des Bankbetriebs auf die Aktiengesellschaft ändert sich an der bewährten Ausrichtung, Geschäftspolitik und Philosophie der Haspa als Sparkasse für Privatkunden und mittelständische Unternehmen in der Metropolregion Hamburg nichts.
Kundennähe, menschliches Banking und Verbundenheit mit Hamburg sind und bleiben auch künftig die Kernwerte der Haspa; sie prägen die Marke. Integraler Bestandteil im Selbstverständnis als Hamburger Unternehmen ist die feste Verankerung der Haspa im Wirtschaftsraum Hamburg. Auch in Zukunft wird sie ihren Beitrag zu einer gedeihlichen Entwicklung dieser Region leisten.
Natürlich ist die Hamburger Sparkasse AG wie vormals die Haspa ohne Unterbrechung und unverändert in die weitreichende Einlagensicherung der Sparkassenorganisation eingebunden, die das Institut als Ganzes absichert.
Von gleich hoher Bedeutung ist die Kontinuität für die Mitarbeiter. Für diese ergeben sich mit Ausnahme des formalen Wechsels ihres Arbeitsgebers keine Veränderungen. Die betrieblichen Abläufe und Strukturen des operativen Bankgeschäfts verändern sich nicht. Die Hamburger Sparkasse AG bleibt in die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken eingebunden. Die Rechte und Ansprüche der Mitarbeiter der Haspa bestehen uneingeschränkt fort, sie sind abgesichert und im Rahmen der Ausgliederung auf die Hamburger Sparkasse AG übertragen worden.


