Pressearchiv 2003
Innovationsschub für Wachstum
Hamburg, den 04. November 2003 - Seit Anfang der neunziger Jahre ist die Wissenschaft in der Lage, gezielt auf einzelne Atome zuzugreifen und diese zu bewegen. Damit beginnt eine Vision Wirklichkeit zu werden, durch kontrollierte Manipulation von Atomen und Molekülen neuartige Strukturen zu schaffen. Die Nanotechnologie, die sich der Erforschung, Bearbeitung und Produktion von Strukturen widmet, die kleiner als 100 Nanometer sind, wird von epochaler Bedeutung sein und Auswirkungen auf verschiedenste Industriezweige und deren Produkte haben. Damit eröffnet ihre Erforschung und Beherrschung völlig neuartige Markt-, Absatz- und Anlagechancen. Hamburg nimmt als Forschungsstandort für Nanotechnologie im weltweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein.
Auch die Haspa nimmt sich diesem wichtigen Zukunftsthema an. Für eine Vortragsveranstaltung hat sie hochkarätige Experten von der Universität Hamburg gewonnen, um ihren Kunden die faszinierende Welt der Nanotechnologie vorzustellen, über Chancen und Möglichkeiten zu informieren sowie Interesse und Begeisterung für diese neue Technologie zu wecken.
"Kapitalanlegern wie auch mittelständischen Unternehmen eröffnen sich völlig neue Perspektiven", erläutert Dr. Harald Vogelsang, Vorstandsmitglied der Haspa. "Mit unserer Veranstaltung möchten wir diese Visionen sowie die Bedeutung dieser Spitzenforschung an der Universität Hamburg für den hiesigen Standort aufzeigen."
Langfristig zeichnet sich durch die Nanotechnologie eine Änderung der Produktionsprozesse ab. Nahezu alle Branchen werden von den daraus resultierenden anzunehmenden Wachstumsimpulsen profitieren. In besonderem Maße ist dies von der chemischen Industrie und dem Gesundheitsbereich zu erwarten. Das beträchtlichste Innovations- und Wertschöpfungspotenzial wird für die Elektronik und die Informationstechnik gesehen. Weitere Anwendungsbereiche sind die Optik, die Sicherheitstechnik und die Automobilbranche. "Die Wachstumsdynamik in den einzelnen Branchen wird zunächst sehr unterschiedlich ausgeprägt sein", so Bernd Schimmer, Chefanalyst der Haspa. "Vorsichtig, aber realistisch geschätzt, dürfte die Expansion nanotechnologisch beeinflusster Erzeugnisse in etwa fünf Jahren bei rund 15 Prozent per anno liegen", so der Haspa-Experte. Das wirkt sich auch auf den Kapitalmarkt aus. "Alles in allem sollten sich die Rahmendaten des Kapitalmarktes nachhaltig zum Positiven entwickeln", ist sich Schimmer sicher. Insbesondere die Aktienanlage wird von den sich bereits heute abzeichnenden Innovationsschüben ganz wesentlich profitieren und in einen neuen Zyklus überproportionaler Kursgewinnen einschwenken. Auf den heutigen Zeitpunkt der Forschung und Produktreife abgestellt. lassen sich die Gewinne dieser neuen Epoche jedoch nur in Umrissen lokalisieren.


