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Pressearchiv 2004

 

Investitionschance Nanotechnologie

Hamburg, 27.10.2004 - Der Einfluss der Nanotechnologie auf Industriebereiche und ihre Produkte ist kein reines Zukunftsthema mehr. Bereits heute sind eine Vielzahl von Erzeugnissen, vom Autoreifen über den Computerchip bis hin zur Sonnencreme, nanotechnologisch beeinflusst.

Die Hamburger Sparkasse erwartet, dass bis zum Jahr 2015 nahezu jedes Unternehmen einen Bezug zu Nanotechnologie hat. Aktien mit ausgeprägten Nanointeressen sind dementsprechend aussichtsreich.

 

Ein Nanoteilchen hat die Größe eines millionsten Millimeters. Aus diesen Zwergen erwachsen mittelfristig ökonomische Riesen. Zu dieser Einschätzung kommt Dr. Harald Vogelsang, Vorstandsmitglied der Hamburger Sparkasse: "Insbesondere für die chemische Industrie und die medizinische Forschung wird die Nanotechnologie bei der Entwicklung neuer Produkte ein wichtiger Innovationstreiber sein". In Hamburg bedienen sich der Möglichkeiten der Nanotechnologie heute Unternehmen wie Eppendorf Instrumente, Philips Medizin Systeme und Beiersdorf. Auch in der Forschung nimmt Hamburg einen Spitzenplatz ein: Über 30 Arbeitsgruppen arbeiten auf dem Feld der Nanotechnologie. Forschungsstandorte sind neben der Universität Hamburg, die Uniklinik Eppendorf, die TU Hamburg-Harburg und das DESY. "Wir beobachten, dass zwischen Industrie und Forschung in Hamburg ein Netzwerk entsteht", so Vogelsang, "das auch in Zukunft zum Erfolg des Nanotechnologie-Standorts Hamburg beitragen wird. Wir als Haspa sehen uns in der Rolle, das Netzwerk zu stärken und mittels regelmäßiger interdisziplinärer Veranstaltungen weitere Impulse zu geben."

Die Hamburger Sparkasse will schon heute Firmenkunden und Anleger auf die Chancen der Nanotechnologie aufmerksam machen. "Das Beispiel Informationstechnologie hat deutlich gezeigt, dass es langfristig ertragreicher ist, gut informiert den richtigen Zug zu besteigen und bequem Platz zu nehmen, als hektisch bei voller Fahrt irgendwo aufzuspringen" erläutert Vogelsang, warum die Hamburger Sparkasse sich so intensiv mit dieser Schlüsseltechnologie beschäftigt und frühzeitig begonnen hat, Know-how im Bereich Nanotechnologie aufzubauen.

Für Investoren bieten sich in Sachen Nanotechnologie erste Anlagemöglichkeiten. Weltweit gibt es etwa 1.500 reine Nanotechnologie-Unternehmen, von denen allerdings nur ein kleinerer Teil börsennotiert ist. Diese jungen Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen: Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind hoch. Zudem stellt sich die Frage, welche Wertschöpfungstiefe sich das Unternehmen leisten kann und wie das hoch qualifizierte Personal akquiriert werden kann. Nicht zuletzt stehen diesen Unternehmen etablierte Industriekonzerne als Konkurrenten gegenüber. Die Unternehmensrisiken sind also noch groß und direkte Engagements setzen eine hohe Risikobereitschaft seitens des Investors voraus.

Zahlreiche international ausgerichtete Großkonzerne erzielen dagegen bereits seit Jahren mit Nanopartikeln und Nanocomposite-Materialien Umsätze und Gewinne. In Europa haben sich nahezu alle führenden Industrieunternehmen der "Zwergenwelt" zugewandt. Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung der Nanotechnologie empfehlen die Haspa-Analysten die Aktien von Henkel und Bayer zum Kauf. Unter den Elektronik- und Halbleiterwerten hat die Haspa-Analyse IBM und Intel als besonders zukunftsträchtige Anlagemöglichkeiten identifiziert. Für Investoren, die bewusst das Risiko von Engagements in den wenigen jungen Nanotechnik-Aktien eingehen wollen, bietet sich der Erwerb des Activest Lux Nanotech an. Im Portfolio dieses Spezialfonds befinden sich neben den Aktien kleiner zukunftsträchtiger Nanotechnologie-Unternehmen auch Titel etablierter Großkonzerne, um die Risiken zu begrenzen.

Ein beispielhaftes, zukunftsträchtiges Nanotechnologieunternehmen aus Hamburg ist die Nanosolutions GmbH. Nanosolutions wurde im Juni 2000 aus dem Fachbereich Physikalische Chemie der Universität Hamburg heraus gegründet. Mit dieser Ausgründung war die Möglichkeit geschaffen, wissenschaftliche Erkenntnisse kommerziell verfügbar zu machen. "Nanotechnologie ist keine Zukunftsmusik mehr", erläutert der Gründer und Geschäftsführer der Nanosolutions GmbH, Dr. Stephan Haubold, "bereits heute sind eine Vielzahl von Produkten, von der Zündkerze bis zum Schwangerschaftstest, ohne den Einsatz von Nanomaterialien nicht mehr denkbar". Ziel der Forschung bei Nanosolutions ist es, weitere Produkte zu entwickeln, die kommerziell direkt nutzbar sind.

Dazu gehört die Erstellung von Sicherheitstinte, die im Produkt- und Markenschutz eingesetzt wird. Für diese Tinte, die unter UV-Licht flouresziert, gibt es nicht nur seitens der Unternehmen Bedarf, die ihre Produkte vor Piraterie schützen wollen. Auch Regierungen zeigen Interesse, ihre Pässe und Visa mittels dieser Markierung vor Fälschungen zu schützen. Ein "Abfallprodukt" der Forschung bei Nanosolutions ist die Goldtinte. Sie bietet die Möglichkeit, die handschriftliche Korrespondenz in echtem Gold zu verfassen.

Neben der Forschung und Produktion eigener Artikel erzielt die Nanosolutions GmbH einen Großteil ihres Umsatzes (derzeit 95 %) über ihr drittes Standbein, die Beratung anderer Unternehmen im Bereich Nanomaterialien. Industriebetriebe und mittelständische Unternehmen lassen bei Nanosolutions prüfen, ob und wie sich bestimmte Eigenschaften ihrer Produkte durch nanotechnologische Weiterentwicklungen optimieren lassen.

 
 

 

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