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Pressearchiv 2004

 

Kapitalmarkt-Ausblick 2005

  • Dax Ende 2005 bei 4.600, Euro Stoxx 50 bei 3.200 Punkten
  • Renten zu teuer, Aktien: unterbewertet
  • Erhöhte Dividendenzahlungen aufgrund gestiegener Unternehmensgewinne
  • Höhenflug des Euro setzt sich auch 2005 fort: Euro bei 1,30 bis 1,40 US Dollar
  • Gute Wertentwicklung bei den Haspa-Musterportfolios
 

Konjunktur in Deutschland und Europa
Europas Abhängigkeit vom Außenhandel macht sich angesichts der Euro-Stärke zunehmend negativ bemerkbar. Die Binnennachfrage in Frankreich und Spanien steigt zwar derzeit, in den übrigen europäischen Ländern entwickelt sie sich aber nur schwach. Die aufgrund der Euro-Stärke eingetrübten Export-Perspektiven wirken entsprechend "ungebremst" negativ auf die Wachstumsrate in Europa. Konjunkturbelebende Maßnahmen sind auch seitens des Staates nicht zu erwarten: Die Staatshaushalte der europäischen Länder sind im Minus und lassen 2005 keinen Spielraum für entsprechende Maßnahmen.

Besser sieht es bei den Investitionen europäischer Unternehmen aus: "Die Firmen konnten im vergangenen Jahr ihre Gewinne steigern und werden aufgeschobene Investitionen im kommenden Jahr nachholen" so Intelmann, Volkswirt in der Haspa-Analyse. Nach den Berechnungen der Haspa wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Europa 2005 zwischen 1,5 und 2,0 % liegen.

Die Binnennachfrage bleibt auch in Deutschland 2005 schwach. Die Deutschen werden aufgrund anhaltender Verunsicherung hinsichtlich Arbeitsplatzsicherheit oder Selbstbeteiligung an Gesundheitskosten auch 2005 ihrer vermeintlichen Tugend nachgehen und weiterhin sparen. Einziger Wachstums-Motor in Deutschland wird trotz ungünstiger Wechselkurserwartungen der Außenhandel sein. Alles in allem rechnet die Haspa im neuen Jahr für Deutschland mit einer Wachstumsrate von 1,0 bis 1,5 %.

Aussichten USA
Das Vertrauen der Anleger in die Stabilität und Stärke der US-Wirtschaft lässt nach: Die privaten Haushalte, deren Verbrauch mit 70 % den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt bildet, sind hoch verschuldet. (Die Sparquote in den USA beträgt 0,2 %; in Deutschland 11,1 %.) Hinzu kommen strukturelle Probleme: Hohe Fehlbeträge im Staatshaushalt und in der Leistungsbilanz. Wie diese Defizite zurückgeführt werden sollen, ist derzeit noch vollständig offen. Insgesamt rechnet die Haspa für die US-Wirtschaft nur noch mit einer Wachstumsrate zwischen 2,5 und 3,0 %, nach 4,3 % 2004.

Der Euro auf hohem Niveau
Der Euro stabilisiert sich gegenüber dem Dollar im kommenden Jahr auf dem aktuellen hohen Niveau. Die US-Notenbank hat signalisiert, dass sie den Dollar nicht stützen wird und auch die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich nicht eingreifen. Der Euro wird also auch im kommenden Jahr seinen Höhenflug fortsetzen und sich zwischen 1,30 und 1,40 US-Dollar bewegen.

Zinsen
Das Federal Reserve Board (USA) wird nach Einschätzung der Haspa-Analyse den US-Geldmarktsatz von heute 2,0 % auf 2,5 % bis 3,0 % anheben. Seitens der Europäischen Zentralbank sind erst im zweiten Halbjahr 2005 Zinserhöhungen zu erwarten. Eine moderate Erhöhung auf 2,25 % bis 2,5 % bis zum Ende des Jahres 2005 prognostizieren die Zins-Experten der Haspa.

Aktien- und Rentenmärkte
Der Rentenmarkt ist derzeit vollständig überbewertet. Schimmer dazu: "Wir sehen derzeit die beste Weltkonjunktur seit 30 Jahren. Die Angst der Anleger vor dem Aktienmarkt ist irrational und führt dazu, dass die Anleger bereit sind, für die Anlage in Renten eine exorbitant hohe Risikoprämie zu zahlen". Die Strategie lautet entsprechend, Langfristanleihen zu erkaufen und die Gewinne zu realisieren. Neuengagements sind daher im mittleren Laufzeitbereich (bis 5 Jahre) zu empfehlen.

Wenn es darum geht in Aktien zu investieren, sind die Anleger nach wie vor zurückhaltend. Das Risiko wird vielerorts weiterhin als zu hoch empfunden. Dabei sind die Rahmendaten durchaus günstig: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zeigt, dass der deutsche Aktienmarkt unterbewertet ist. Zudem sind die Unternehmensgewinne im vergangenen Jahr erheblich gestiegen; dieser Entwicklung, haben die Kurse noch nicht Rechnung tragen. Für 2005 prognostiziert die Haspa in begrenztem Rahmen entsprechende Kurssteigerungen, die durchaus für ein Engagement in Aktien sprechen.

Neben dem Kursgewinn ist auch die Dividendenrendite im kommenden Jahr eine interessante, weil stabile Größe. Die Mittel aus den erhöhten Unternehmensgewinnen können die Firmen für Investitionen oder aber für Dividendenzahlungen verwenden. Die Haspa geht davon aus, dass sich die Unternehmen im kommenden Jahr für den zweiten Weg entscheiden und ihre Ausschüttungsquote erhöhen werden. Dr. Harald Vogelsang, Vorstandsmitglied der Haspa dazu: "Die Unternehmen werden ihre Aktionäre am steigenden Gewinn beteiligen. Ein Engagement in Dividendentitel ist daher aus unserer Sicht empfehlenswert".

Die kontinuierlichen Ertragsentwicklungen werden anhalten und sich positiv auf die Aktienkurse der Gesellschaften auswirken. Die Auswahl der richtigen Titel steht insgesamt im Mittelpunkt der Haspa-Strategie. "Unser Kernportfolio für den mittel- bis langfristig orientierten Anleger hat sich im vergangenen Jahr hervorragend entwickelt und ist auch für 2005 erst Wahl. Es ist auf dem besten Weg ein Evergreen zu werden", so Schimmer.

 
 

 

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