Pressearchiv 2005
Jahresabschluss-Pressekonferenz: Hamburger Sparkasse weiter auf Erfolgskurs
Hamburg, 28. Dezember 2005 - Die Hamburger Sparkasse (Haspa) bleibt auch 2005 auf gutem Kurs. Mit einer im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegenen Bilanzsumme von 31,3 Mrd. Euro ist sie weiterhin die größte Sparkasse in Deutschland. Das vorläufige Geschäftsergebnis weist einen Jahresüberschuss von 140 Mio. Euro aus. "Angesichts des anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes ein durchaus erfreuliches Geschäftsjahr", kommentiert Vorstandssprecher Dr. Karl-Joachim Dreyer die Ergebnisse.
"Um die Nähe zum Kunden und die Beratungsqualität weiter zu steigern, werden wir unseren Beraterstamm im kommenden Jahr um rund 100 Mitarbeiter erweitern", so Dreyer. Im laufenden Jahr blieb die Mitarbeiterzahl annähernd konstant bei 5.807 Beschäftigten. Die Zahl der Auszubildenden stieg um 22 auf 438. Mit 342 Geldautomaten, 177 Filialen und 46 Kunden-Centern für Individual- und Firmenkunden setzt die Haspa weiterhin auf eine hohe Flächenpräsenz. Das Modernisierungsprogramm für die Filialen wurde an 50 Standorten fortgesetzt und wird 2008 planmäßig abgeschlossen sein.
Die Kundengelder stiegen im laufenden Jahr um 3,7% auf 21,7 Mrd. Euro. Hiervon entfallen 7 Mrd. Euro auf die rund 2 Millionen Sparkonten. Insgesamt konnte die Haspa 78.000 neue Girokonten gewinnen. Deren Gesamtzahl erhöhte sich somit per Saldo um rund 9.000 auf 988.600. Mehr als jeder zweite Privatgirokunde besitzt ein "HaspaJoker"-Vorteilskonto, das erfolgreichste Kundenbindungsprogramm Hamburgs.
Erfreuliche Entwicklungen kann die Haspa auch im Kreditgeschäft vermelden. Bei den Baufinanzierungen verbucht sie einen Anstieg des Kreditbestandes um 2% auf 15 Mrd. Euro. Das 2004 aufgelegte KfW-Sonderkreditprogramm in Höhe von 200 Mio. Euro war Mitte des Jahres ausgeschöpft. Im kommenden Jahr wird die Haspa erstmals Pfandbriefe emittieren und damit ihre Baufinanzierungskredite noch günstiger refinanzieren.
"Das Firmenkundengeschäft der Haspa war mit günstigen Konditionen und kompetenter Beratung auch im laufenden Jahr ein wichtiger Motor für den Wirtschaftsstandort Hamburg", erläutert Dreyer. 321 Existenzgründungen wurden mit Krediten in Höhe von insgesamt 40 Mio. Euro unterstützt. Damit stieg die Zahl der Finanzierungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 30%. Nach Berechnungen der Hamburger Bürgschaftsgemeinschaft liegt der Marktanteil der Haspa im kreditfinanzierten Existenzgründungsgeschäft bei über 60%.
Besonders erfolgreich war auch das Geschäft mit vermögenden Privatkunden. Der Bereich Private Banking konnte das betreute Anlagevolumen innerhalb von zwei Jahren auf über 3 Mrd. Euro verdoppeln. Die Zahl der betreuten Kunden stieg gegenüber dem Vorjahr um 40%. Im November wurde die Haspa zum dritten Mal in Folge vom Fachmagazin Elite-Report als "Bester Vermögensverwalter" im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.
Das Wertpapiergeschäft war geprägt durch den Erfolg der neuen Produktlinie "Haspa MultiInvest", in die 2005 insgesamt 300 Mio. Euro angelegt wurden. Auch diese Dachfonds werden nach dem sogenannten "best-advice"-Prinzip zusammengestellt und beziehen bei der Auswahl sämtliche in Deutschland zugelassenen Fonds mit ein. Das Anlagevermögen in den beiden fondsgebundenen Vermögensverwaltungen "Haspa Top Select" und "Haspa Portfolio Select" stieg im Jahresverlauf um 30% und überschritt damit die Milliardengrenze. Insgesamt wuchs der Wertpapierumsatz um 23,2% auf 13,6 Mrd. Euro - mit Erfolg für die Kunden: Allein beim "Haspa MultiInvest" konnte der Anleger je nach Risikobereitschaft eine Performance zwischen 7,3 und 25,1% erzielen. Bei der chancenorientierten Variante der fondsgebundenen Vermögensverwaltung "Haspa Top Select" wurde sogar eine Performance von 34,6% im laufenden Jahr erreicht.
Eine besondere Herausforderung des Jahres 2005 war die Verlagerung weiter Teile der Informationstechnologie auf das Rechenzentrum der FinanzIT in Hannover sowie das im Oktober gegründete Joint Venture Wincor Nixdorf Portavis. Der Übergang verlief reibungslos.


