Alle drei Partner sind unter Gremienvorbehalt übereingekommen, gemeinsam an der Realisierung dieses zukunftsweisenden Kooperationsmodells zu arbeiten. Wegen der hohen Synergien bei der Bündelung großer Stückzahlen im Mengengeschäft wird die neue Gesellschaft schwerpunktmäßig Serviceleistungen für die beteiligten Sparkassen in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zur Verfügung stellen. Die Sparkassen sollen sich verstärkt auf Führungs- und Vertriebs- und Steuerungsaufgaben konzentrieren können. Die unternehmerische Selbstständigkeit jeder einzelnen Sparkasse bleibt nach wie vor unberührt.
Die ursprünglich angedachten Beteiligungen der "Norddeutschen Retailholding" an den Sparkassen in Bremen und Hamburg werden davon nicht tangiert, sollen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Beteiligungen der "Norddeutsche Retailholding" an öffentlich-rechtlichen Sparkassen in Schleswig-Holstein sind nicht vorgesehen.
Der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit seinen 22 Sparkassen sowie die Sparkassen in Hamburg und Bremen dokumentieren damit ihre Entschlossenheit, gemeinsam im Norden einerseits ihre Kräfte zu bündeln, wo es notwendig und sinnvoll ist, andererseits aber die Unabhängigkeit und regionale Verankerung als Stärken der Sparkassen zu erhalten. So wird sichergestellt, dass die beteiligten Institute langfristig über wettbewerbsfähige Kostenstrukturen verfügen und sich bei den anstehenden Umstrukturierungen in der Kreditwirtschaft rechtzeitig positionieren können.
Die Beteiligten wollen die Projektarbeit kurzfristig aufnehmen. Über die nächsten kommunikationsfähigen Schritte wird im Rahmen weiterer gemeinsamer Erklärungen informiert werden.
Über die HASPA Finanzholding:
Die HASPA Finanzholding ist die Alleinaktionärin der Hamburger Sparkasse AG und Muttergesellschaft für zahlreiche weitere Tochter- und Beteiligungsunternehmen der Haspa-Gruppe. Die Hamburger Sparkasse AG ist die führende Retailbank für Privat-, Individual- und mittelständische Firmenkunden in der Metropolregion Hamburg. Mit einer Bilanzsumme von rund 31 Milliarden Euro und rund 6.000 Mitarbeitern ist die Haspa die größte deutsche Sparkasse. Den über drei Millionen Einwohnern im Wirtschaftsraum Hamburg bietet sie eine breit gefächerte Palette von Finanzdienstleistungen für private und gewerbliche Kunden. Für 50 Prozent der Hamburger ist die Haspa Hauptbank.
Über die Finanzholding der Sparkasse in Bremen:
Die Sparkasse in Bremen wurde 1825 von namhaften Bremer Bürgern als gemeinnütziger Verein gegründet und als Freie Sparkasse in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins mit Sitz in Bremen betrieben. Zum 1. Januar 2004 wurde der Bankbetrieb auf "Die Sparkasse Bremen AG" übertragen. Der wirtschaftliche Verein "Die Sparkasse in Bremen" firmiert nunmehr als "Finanzholding der Sparkasse in Bremen" und ist Alleinaktionärin dieser AG. Mit einer Bilanzsumme von knapp 10,4 Mrd. Euro, ca. 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem modernen und leistungsfähigen Beratungs- und Produktangebot für die mittelständischen und privaten Kunden ist sie der führende Finanzdienstleister in der Wirtschaftsregion Bremen.
Der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
Über die S-Finanzgruppe Schleswig-Holstein
Im Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein haben sich die 22 selbstständigen Sparkassen des Landes und ihre Träger zusammengeschlossen. Über 9.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen versorgen flächendeckend an 514 Standorten im Lande die Bürger einschließlich der wirtschaftlich schwächeren Mitglieder der Gesellschaft, die Wirtschaft mit besonderer Förderung des Mittelstandes und der Unternehmensgründer sowie die Kommunen mit Finanzdienstleistungen. Sie sind Allfinanzdienstleister im Verbund mit ihrer HSH Nordbank AG, der Provinzial Nord Versicherungsgruppe und der Landesbausparkasse Schleswig-Holstein AG sowie den Verbundpartnern auf zentraler Ebene. Bei einem Geschäftsvolumen von 36,4 Milliarden Euro sind die Sparkassen Marktführer im Lande in allen Geld- und Kreditfragen.