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Pressearchiv 2006

 

Bürger und Unternehmen gründen Stadtteil-Stiftung St. Georg

Hamburg, 05. Oktober 2006 - Ein Stadtteil, eine gute Idee für bürgerschaftliches Engagement vor Ort und viele Unterstützer. Daraus entstand der "Stiftungsfonds St. Georg - von Bürgern für Bürger" mit Hilfe der Haspa Hamburg Stiftung. Jetzt will sich die erste Stadtteil-Stiftung Hamburgs für sozial Schwache, Künstler und ein neues positives Image St. Georgs einsetzen. Erstes Projekt und gleichzeitig Gründungsgeschenk: Die Siemens Niederlassung Hamburg, eines der Gründungsmitglieder und ebenfalls im Stadtteil ansässig, stattet das CVJM Kindertagesheim Koppel mit einer kindgerechten Lern-Küche aus.

 

"Stiftungsfonds St. Georg - von Bürgern für Bürger"

Hamburg ist die heimliche Hauptstadt der Stifter. Kaum irgendwo sonst gibt es so viele gemeinnützige Stiftungen pro Einwohner. "Eine Stadtteil-Stiftung aber gab es bisher nicht", so Wolfgang Schüler, Ideengeber und im Hauptberuf seit 2001 Quartiersmanager in Hamburgs buntem Stadtteil St. Georg. "Wir möchten, dass Stifter, Stiftung und die Stiftungsprojekte ganz eng mit dem Quartier verknüpft sind und es auch auf sozialem Gebiet gemeinsam nach vorne bringen. Kinder, Senioren, Künstler - sie alle sollen von der Stiftung profitieren", erläutert der ehemalige Hotelier und begnadete "Integrator" im Viertel. Dabei ist auch die Gruppe der Gründungsstifter mindestens so bunt wie der aufstrebende Stadtteil selbst: Großunternehmen und Kleingewerbetreibender, reiche Witwe, Promi und einfacher Bürger.

Was viele nicht wissen: Hamburgs bunter Stadtteil besitzt nicht nur die größte Hotel-Dichte der Hansestadt sondern bietet mit Siemens, Philips, IBM, AOL und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften auf rund einem Quadratkilometer auch die größte Dichte von High-Tech-Arbeitsplätzen - etwa 5.000. Gerade erst bezog Philips sein neues Quartier am Steindamm. Siemens, seit exakt 50 Jahren mit seiner Hamburger Niederlassung am Lindenplatz Ecke Strohhaus ansässig, hat seinem Gebäude gerade eine aufwändige Modernisierung verpasst. Überall im Viertel wird gebaut, sind in den letzten Jahren neue Hotels, Wohn- und Bürogebäude entstanden. Der Stadtteil entwickelt sich und schüttelt langsam sein Schmuddel-Image ab. "Da ist es nur recht und billig, dass wir alle, die wir hier leben und von St. Georgs wunderbarer Atmosphäre profitieren, gemeinsam dauerhaft etwas Gutes für unser Quartier tun", bringt Michael Westhagemann, Leiter der Hamburger Siemens-Niederlassung am Lindenplatz, seine Motivation auf den Punkt, als Stiftungsgründer mit einzusteigen.

Das eingesammelte Geld fließt in einen "Stiftungsfonds St. Georg - von Bürgern für Bürger" unter dem Dach der Haspa Hamburg Stiftung", erläutert Dr. Wolfgang Blümel, Geschäftsführer dieser Stiftung und ebenfalls Mit-Inititator der ersten Hamburger Stadtteil-Stiftung. "Je mehr Hamburger und St. Georger sich jedoch entschließen, zuzustiften, um so mehr können wir letztendlich auch bewirken. Jeder ist als Zustifter ab 1.000,00 Euro willkommen. Und anders als bei einer einmaligen Spende tut das Geld als dauerhaft angelegtes Stiftungskapital jedes Jahr aufs Neue wieder etwas Gutes. Die Idee, dass sich mehrere Menschen und Unternehmen gemeinsam für ihren Stadtteil engagieren, ist großartig und nachahmungswert. Vielleicht ist dieses Engagement in St. Georg Vorbild auch für andere Hamburger Stadtteile", so Blümel.

Weitere Informationen zur Haspa Hamburg Stiftung finden Sie unter: www.haspa-hamburg-stiftung.de

 
 

 

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