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Pressearchiv 2006

 

Haspa und KfW legen neuen Beteiligungsfonds auf

Hamburg, 1. November 2006 - Die Hamburger Sparkasse (Haspa), die KfW Mittelstandsbank (KfW) und die Beteiligungsgesellschaft Haspa BGM (Haspa BGM) legen einen Beteiligungsfonds für Hamburger Mittelständler mit einem Volumen von 25 Millionen Euro auf. Der "Mittelstandsfonds Hamburg" investiert branchenübergreifend in Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens fünf Millionen Euro.  Voraussetzung ist, dass die Betriebe mindestens fünf Jahre bestehen, profitabel arbeiten und über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen. Die Mittel stammen von der Haspa und der KfW, das Management des Fonds übernimmt die Haspa BGM. Insgesamt wollen die Initiatoren etwa 20 Beteiligungen eingehen. Geplant sind Investitionen in Höhe von 0,5 bis 3,5 Millionen Euro je Unternehmen als direkte Beteiligungen oder ergänzend als Gesellschafterdarlehen. Die Investitionsphasen des Fonds sind auf vier Jahre angelegt.

 

25 Millionen Euro Eigenkapital für den Hamburger Mittelstand

"Die Eigenkapitalausstattung des deutschen Mittelstandes ist im internationalen Vergleich sehr gering. Auch in Hamburg können Wachstumspotenziale häufig nicht ausgeschöpft werden, weil die Unternehmen die hierfür notwendige Eigenkapitalausstattung nicht mitbringen", sagt Gunnar Uldall, Senator für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg. "Hierfür brauchen wir echte Lösungen, die auf den Bedarf des Mittelstandes zugeschnitten sind und eine langfristige Partnerschaft statt kurzfristiger Gewinnmaximierung zum Ziel haben."

"Bei vielen mittelständischen Unternehmen in Hamburg stehen in den nächsten Jahren Nachfolgefragen an. Diese können oft nicht innerhalb der Eigentümerfamilie gelöst werden, und für die zweite Führungsebene oder einen geeigneten externen Manager ist die Finanzierung des Kaufpreises häufig schwierig", erklärt Jörg Wohlers, Vorstandsmitglied der Haspa: "Die Angebote des Beteiligungsgeschäftes sind meist großen Unternehmen vorbehalten. Die Haspa hat sich zum Ziel gesetzt, diese mit einer entsprechend angepassten Struktur auch für kleine und mittlere Betriebe verfügbar zu machen und ihnen die damit verbundenen Vorteile zu verschaffen."

Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe: "Niedrige Eigenkapitalquoten stellen ein Problem für den Mittelstand in seiner ganzen Breite dar. Das Marktangebot an Beteiligungskapital ist für die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen immer noch unzureichend. Mit unserer Initiative "Eigenkapital für den breiten Mittelstand" schließen wir eine Angebotslücke, und sorgen damit letztlich auch für einen leichteren Zugang zu Fremdfinanzierungen. Nach Bayern und Hessen weiten wir dieses Engagement jetzt auf Hamburg aus. Mit der Haspa als Finanzierungspartner und der Haspa BGM als Fondsmanager haben wir die idealen Partner gefunden, die in Hamburg über ein starkes Netzwerk verfügen."

Die Haspa BGM unterstützt seit Jahren Unternehmen mit mittelstandsorientierten, individuellen Nachfolgelösungen und Wachstumsfinanzierungen. "So werden Vorhaben ermöglicht, die aus eigener Kraft schwierig zu realisieren sind", sagt Carsten Röhrs, Geschäftsführer der Haspa BGM. "Die unternehmerische Entscheidungsfreiheit des Unternehmers bleibt dabei gewahrt." Für viele Unternehmer ist die Unterstützung der Haspa BGM wichtig, die langfristig ausgelegt ist und mit einem vielseitigen Engagement weit über die Bereitstellung des Kapitals hinausgeht.

Hintergrund:

Hamburger Sparkasse

Mit einer Bilanzsumme von 31,8 Milliarden Euro im Jahr 2005 ist die Haspa die größte Sparkasse Deutschlands. Sie bietet den Einwohnern des Wirtschaftsraumes Hamburg eine breite Palette von privaten und gewerblichen Finanzdienstleistungen. Einst gegründet als Sparkasse für "weniger bemittelte Bürger", entwickelte sie sich im Verlauf ihrer 179-jährigen Geschichte zu einer Retailbank für alle Hamburger. Jeder zweite Einwohner und jedes zweite mittelständische Unternehmen im Geschäftsgebiet, innerhalb eines Radius von 50 Kilometern um die Alster, ist heute Kunde der Haspa. Mit rund 5.500 Mitarbeitern und über 400 Auszubildenden pro Jahr ist die Haspa gleichzeitig einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe der Stadt.

Haspa BGM

Die Haspa BGM ist eine Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand. Die 100-prozentige Tochter der Hamburger Sparkasse AG konzentriert sich auf die Eigenkapital-Finanzierung mittelständischer Unternehmen in Norddeutschland, die sich bereits am Markt positioniert haben und von einem erfahrenen Management geführt werden. Die Haspa BGM beteiligt sich still und offen in einer Größenordnung ab einer halben Million Euro. Zum Beteiligungsportfolio gehören unter anderem der Outdoor-Ausrüster Globetrotter, der Bio-Discounter Erdkorn, der Entwickler von Rudersystemen Becker Marine Systems und die Schneider-Gruppe in Schenefeld, die sich auf die Herstellung von Tiefkühlkost spezialisiert hat.

KfW Mittelstandsbank

Die KfW Mittelstandsbank fördert kleine und mittelständische Unternehmen nicht nur mit günstigen Krediten, Nachrangdarlehen und Beratung in allen Phasen der Unternehmensentwicklung. Für Start-Ups, junge technologieorientierte Unternehmen und etablierte Mittelständler hält sie außerdem ein maßgeschneidertes, transparentes Angebot an Eigenkapitalfinanzierungen bereit.

 
 

 

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