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Haspa Geldbarometer

 

Thema: Geldanlage


Image-Test für Kapitalanlagen: Wohneigentum ist der klare Krisengewinner

Die Finanzmarktkrise hat alles verändert die Welt der Banken, aber auch die Wertvorstellungen der Bankkunden. Welche Anlageformen werden heute positiver als früher bewertet? Welche haben im Zuge der Finanzmarktkrise einen Imageschaden erlitten?

Die Haspa ließ die Meinung von 800 repräsentativ ausgewählten Hamburgerinnen und Hamburgern einholen. Die Befragten wurden gebeten, sich zu acht der beliebtesten Anlageformen zu äußern. Dabei ging es nicht um die Frage, ob jemand in eine oder mehrere dieser Anlageformen investiert hat oder investieren möchte. Es ging ausschließlich darum, ob diese Anlageformen vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise positiver oder negativer als früher bewertet werden.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus. Klare Krisengewinner sind traditionelle Anlageformen, allen voran das Wohneigentum. Auch das Sparbuch und das Bausparen, die zwar immer beliebt waren, aber als langweilig galten, haben einen deutlichen Imagegewinn erzielt. Den mit Abstand höchsten Imageschaden haben Aktien- und Investmentfonds erlitten. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

 

Positiver bewertet werden von

  • 45% Wohneigentum
  • 19% Sparbuch und Cashkonto
  • 11% private Rentenversicherungen
  • 9% Bausparen

Negativer bewertet werden von

  • 66% Aktien
  • 59% Investmentfonds
  • 9% Staatsanleihen
  • 8% Lebensversicherungen

Vor allem bei Spitzenverdienern mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro hat das Wohneigentum im Zuge der Krise einen massiven Bedeutungsgewinn erzielt (plus 69%). Und auch eine geschlechterspezifische Betrachtung der Umfrageergebnisse macht deutlich, wie stark eine Jahrhundertkrise wie diese das Meinungsklima verändern kann. So sind es vor allem die traditionell eher risikobereiteren Männer, in deren Werteskala sicherheitsorientierte Anlageformen einen besonderen Zugewinn erzielt haben.

Zitat Reinhard Klein, Privatkundenvorstand bei der Haspa:
"Seit Ende letzten Jahres werden vor allem sichere Anlagemöglichkeiten nachgefragt. Wir erleben eine Renaissance bei klassischen Sparprodukten, Tagesgeld und Haspa Inhaberschuldverschreibungen. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreut sich in diesen Zeiten die von jeher attraktive Anschaffung einer eigenen Immobilie.

Zur Erläuterung:
Die genannten Prozentzahlen spiegeln den Saldo aus positiven und negativen Nennungen wider. Beispiel Wohneigentum: Tatsächlich haben 57% der Befragten im Zuge der Finanzmarktkrise ein noch positiveres Meinungsbild zur Sachwertanlage Immobilie entwickelt. Bei 12% der Befragten ging der Sinneswandel allerdings in die andere Richtung möglicherweise davon beeinflusst, dass die Immobilienkrise in den USA der Anfang allen Übels an den Finanzmärkten gewesen ist. Per saldo führte das zum Ergebnis von plus 45%. Auch bei den anderen Anlageformen schlug das Pendel mehr oder weniger in beide Richtungen aus am heftigsten bei den Aktien. Hier standen 72% Negativ-Nennungen nur 6% Positiv-Nennungen gegenüber, was zum Ergebnis von minus 66% führte.

 
 

 

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