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Haspa Geldbarometer Herbst 2009

 

Thema: Vorsorge Jugendstudie


"Das Thema Vorsorge hat die junge Generation erreicht"

Sie sind 18 bis 29 Jahre alt, haben das Leben noch vor sich und alle Chancen, ein solides Fundament für ihre finanzielle Zukunftssicherung aufzubauen. Aber nehmen sie die gebotenen Möglichkeiten auch wahr? Ist das Thema Altersvorsorge in den Köpfen der jungen Leute überhaupt präsent? Glauben sie eigentlich daran, später einmal ein finanziell sorgenfreies Leben führen zu können und wenn nicht: Von wem erhoffen sie sich Unterstützung: vom Lebenspartner, vom Staat?

 

Die Haspa hat im Rahmen ihres Geldbarometers junge Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 18 und 29 Jahren* repräsentativ befragen lassen. Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig.

Reinhard Klein, Privatkundenvorstand der Haspa: "Das Thema Vorsorge hat die junge Generation erreicht. Die Bereitschaft, in die private Zukunftssicherung zu investieren, ist groß."

Das belegen folgende Umfragewerte:

  • 66% der 18 bis 29-Jährigen verfügen über ein Sparbuch
  • 48% über eine private Rentenversicherung
  • 44% über eine Lebensversicherung
  • 38% über einen Bausparvertrag
  • 24% über Immobilienbesitz
  • 20% über ein Tages- oder Festgeldkonto
  • 20% über Aktien
  • 19% über einen Investmentfonds
  • 10% über festverzinsliche Wertpapiere (z.B. Staatsanleihen)

Jeder zweite Befragte sorgt mehrgleisig vor

Hinzu kommt: Fast jeder dritte Befragte in der Alterskategorie zwischen 18 und 29 verfügt bereits über einen Riester-Vertrag, jeder Vierte ist über seinen Arbeitgeber in ein betriebliches Altersvorsorgemodell eingebunden. Nimmt man alles zusammen staatlich und betrieblich geförderte Vorsorgeprodukte und rein private Investments vom Sparbuch bis zu Aktien legen 72 % der Hamburger im Alter zwischen 18 und 29 in mindestens drei verschiedenen Anlageformen Geld zurück. Rund 50 % der Befragten haben sogar in vier verschiedenen Anlageformen investiert.

36% der jungen Hamburger haben Aussicht auf eine Erbschaft

Haspa-Privatkundenvorstand Reinhard Klein: "Dieses Ergebnis ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Bei all dem muss man aber berücksichtigen, dass es zwischen den einzelnen Haushalten starke Unterschiede gibt. In einkommensstarken Haushalten haben oftmals schon Eltern und Großeltern den Grundstein gelegt und für den Nachwuchs Spar- und Vorsorgeverträge abgeschlossen. Immer mehr junge Leute profitieren auch von vorgezogenen Erbschaften oder der Aussicht, später einmal eine Immobilie oder Geldvermögen zu erben."

Vorsorge via Erbschaft ein Aspekt, der zumindest für einen Teil der jungen Leute von Bedeutung ist. 36 % erwarten, dass ihnen später einmal ein Erbe zufallen wird, zumeist Immobilien und/ oder Geldvermögen, in Einzelfällen auch Firmenbeteiligungen. 44 % der Befragten sind sich sicher, dass sie kein Erbe zu erwarten haben. 19 % halten eine Erbschaft für eher unwahrscheinlich, aber nicht für gänzlich ausgeschlossen.

Wenig Vertrauen in Vater Staat, viel Vertrauen in den Lebenspartner

Das Vertrauen in die staatlichen Sicherungssysteme ist gering. Auf die Frage, von wem sie im Alter notfalls Unterstützung erwarten würden, setzen 66 % auf den Lebenspartner, aber nur 25 % auf Vater Staat.

Als größte Bedrohung für die Sicherheit der eigenen Altersvorsorgemaßnahmen werden externe Einflüsse wie Konjunkturschwäche, ausufernde Staatsverschuldung und der Verlust der Geldwertstabilität angesehen. Eine eher untergeordnete Rolle spielt der so genannte Generationenkonflikt. 76 % der jungen Hamburger gönnen den Älteren ihre Rente und sagen: "Sie sollen das Leben genießen und ihr Geld ausgeben".

*Für das Haspa Geldbarometer werden insgesamt jeweils 800 repräsentativ ausgewählte Hamburger befragt. Für die Repräsentativität ist dabei entscheidend, dass die Befragten nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Die Stichprobe der 800 Befragten spiegelt die Grundgesamtheit der Hamburger Bevölkerung u. a. im Hinblick auf Geschlecht und Alter wider. 18 % der Bevölkerung sind in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren. Deshalb befinden sich in der Stichprobe der 800 Befragten 146 Personen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren (das entspricht exakt 18,25 %).

 
 

 

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