Haspa Geldbarometer Dezember 2009
Thema: Weihnachtsgeschenke
Dank männlicher Konsumfreude: Keine Krise unterm Christbaum
In den meisten Hamburger Haushalten wird die Bescherung zu Weihnachten so wie immer ausfallen. Männer zeigen sich allerdings deutlich konsumfreudiger als Frauen. So das Ergebnis einer Erhebung der Hamburger Sparkasse, für die zwischen dem 1. und 3. Advent 800 repräsentativ ausgewählte Hamburgerinnen und Hamburger befragt wurden.
Zunächst das Durchschnittsergebnis für alle Hamburger:
- bei 65% der Befragten werden die Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr so wie immer ausfallen;
- bei 29% werden sie kleiner sein als im letzten Jahr;
- bei 2% werden sie größer sein als im letzten Jahr;
- 4% der Befragten sagten weiß nicht.
Das heißt: Die schärfste Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegszeit hinterlässt zwar Spuren. Aber von einer Krise unterm Christbaum kann keine Rede sein. Das ist vor allem den Männern zu verdanken. 71% wollen bei den aktuellen Weihnachtseinkäufen im Vergleich zum Vorjahr keine Abstriche machen. Weitere 3% wollen sogar noch etwas drauflegen. Nur 22% der Männer treten bei ihren Weihnachtseinkäufen auf die Konsumbremse und wollen weniger ausgeben.
Anders die Lage bei den Frauen. Nur 59% der weiblichen Befragten bestätigen die Aussage alles so wie immer. 36% tendieren zu kleineren und nur 1 Prozent zu größeren Geschenken als im Vorjahr. 5% sind noch unentschieden.
Das Umfrageergebnis fällt in Haushalten mit Kindern ähnlich aus wie in Zwei-Personen-Haushalten. Singles neigen am stärksten dazu, bei den Weihnachtseinkäufen zu sparen (35%), die Großeltern-Generation (60 plus) am wenigsten (26%).
Haspa-Privatkundenvorstand Reinhard Klein: Der wirklich bestimmende Faktor für das Konsumverhalten sind die Einkommensverhältnisse und die Zukunftsperspektiven. Wer sich seines Arbeitsplatzes sicher ist, verhält sich natürlich anders als Menschen in unsicherer Position.
Eine Einschätzung, die durch folgende Umfragewerte belegt wird. Von den Durchschnittsverdienern in festen Beschäftigungsverhältnissen werden 70% an den Weihnachtsgeschenken nicht sparen. Bei den Top-Verdienern mit Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro sind es sogar 90%, bei den Geringverdienern mit weniger als 1.000 Euro nur 37%.


