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Pressemeldungen - Jahrespressekonferenz

 

Haspa auf solidem Wachstumskurs


  • 80.000 Girokonten hinzugewonnen
  • Einlagenvolumen um 12 Prozent gestiegen
  • Positives Jahresergebnis in schwierigem Marktumfeld
  • 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen
  • 1 Mrd. Euro zusätzliche Kreditmittel zur Verfügung gestellt
  • Lehman-Kunden entgegengekommen

Hamburg, 18. Februar 2009 Die Hamburger Sparkasse AG (Haspa) setzt ihren erfolgreichen Wachstumskurs auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen fort und baut ihre Position als marktführende Retailbank in der Hansestadt weiter aus. So hat sich die Anzahl der Girokonten im Jahr 2008 um über 80.000 auf knapp 1,13 Millionen erhöht. Insbesondere seit Mitte September 2008 flossen der Haspa massiv Einlagen zu, so dass die Kundengelder um 12 Prozent oder 2,7 Mrd. Euro zulegten. Die Kreditbewilligungen wurden von 5 Milliarden Euro auf über 6 Milliarden Euro ausgeweitet.

 

Die Haspa befindet sich trotz eines schwierigen Marktumfeldes unverändert auf Wachstumskurs. Das klassische gute alte Bankgeschäft, nämlich in der Region für die Region Einlagen sammeln und vor Ort Kredite vergeben, ist wieder aktuell. Das bestätigt auch der erfreuliche Kundenzulauf, sagte Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa bei der Vorstellung des vorläufigen Jahresergebnisses. Dieses Wachstum wollen wir fortsetzen. Deshalb haben wir rund 100 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt davon über 60 Prozent unmittelbar für die Kundenberatung.

Das Wachstum des Kundengeschäfts der Haspa spiegelt sich auch im Anstieg der Bilanzsumme wider. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahr 2008 auf 36,1 Milliarden Euro ein Zuwachs von über 1,5 Milliarden Euro oder 4,4 Prozent.

Anleger suchen sicheren Hafen

Der Zinsüberschuss die wichtigste Ertragsquelle lag im Jahr 2008 mit 591 Mio. Euro fast 32 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Auf der einen Seite profitierten die Haspa-Kunden von günstigen Zinssätzen hierzu trug auch der intensive Wettbewerb zwischen den Banken bei. Auf der anderen Seite erhöhten sich aufgrund des höheren Zinsniveaus am Geld- und Kapitalmarkt die laufenden Erträge aus Wertpapieren.

Der Provisionsüberschuss wurde deutlich spürbar durch die Kapitalmarktkrise belastet. Während die Haspa im Jahr 2007 noch von einer Ausweitung des Wertpapiergeschäfts profitierte, sorgte die Zurückhaltung der Anleger aufgrund der Finanzmarktturbulenzen im zurückliegenden Jahr für einen deutlichen Rückgang des Provisionsüberschusses um 12 Prozent oder 34 Mio. Euro auf 260 Mio. Euro.

Kosten weiter im Griff

Ein erfreulicheres Bild zeigt sich beim Verwaltungsaufwand. Durch ein gezieltes Kostenmanagement hat die Haspa die Ausgabenseite gut im Griff; der Verwaltungsaufwand liegt mit 626 Mio. Euro sogar leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Sachaufwand hat sich um knapp 3 Prozent auf 302 Mio. Euro verringert. Hier profitierte die Haspa erneut vom bereits in den Vorjahren intensivierten Kostenmanagement. Der Personalaufwand erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 324 Mio. Euro. Der sehr geringe Anstieg erklärt sich aus den nur moderaten Gehaltssteigerungen sowie dadurch, dass die Einstellungen verstärkt erst zum Jahresende getätigt wurden. So hat sich die Mitarbeiterzahl per Stichtag 31. Dezember 2008 gegenüber dem Vorjahresultimo um rund 100 Mitarbeiter auf rund 5.450 erhöht.

Betriebsergebnis vor Bewertung belegt operative Stärke

Unter dem Strich ergibt sich damit ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 247 Mio. Euro ein Plus von 21 Mio. Euro. Das zeigt, dass die Haspa auch unter schwierigen Rahmenbedingungen im operativen Geschäft erfolgreich ist.

  • Im Privatkundengeschäft konnte die Haspa sowohl Kunden als auch Einlagen hinzugewinnen. So hat sich die Anzahl der Girokonten im Jahr 2008 um über 80.000 auf knapp 1,13 Millionen erhöht. Allein die Einlagen auf den Haspa-DIREKT-Cash-Konten stiegen um fast 1 Milliarde Euro bis zum Jahresende. Mit rund 2 Millionen Sparkonten gehört das klassische Sparbuch weiterhin zur finanziellen Grundausstattung. Die Mäuse-Konten für die jüngsten Haspa-Kunden verdreifachten sich auf 21.000 Stück. Als neuen Service bietet die Haspa im Laufe dieses Jahres ihren Kunden die Möglichkeit, bei allen Sparkassen in ganz Deutschland kostenlos ihren Kontoauszug auszudrucken.
  • Die Haspa hat auch im vergangenen Jahr weiter gezielt in das Filialnetz investiert. Dabei hat sie neue Filialen in Wachstumsregionen wie der Hafen-City und im neuen Bavaria-Quartier eröffnet und in zielgruppenspezifische Filial- und Beratungskonzepte wie im Universitätskrankenhaus Eppendorf oder der Uni Hamburg investiert.
  • Ihren rund 3.700 von der Lehman Brothers Insolvenz betroffenen Kunden steht die Haspa zur Seite. In den vergangenen vier Monaten gab es intensive Gespräche mit den betroffenen Kunden. Die individuelle Bestandsaufnahme der Fälle ist abgeschlossen. Die Haspa hat bis heute rund 9,5 Mio. Euro an Entschädigungszahlungen geleistet und ist damit rund 1.000 Kunden finanziell entgegen gekommen. Die Rückerstattung erfolgt in der überwiegenden Mehrheit der Fälle als Entgegenkommen in besonders gelagerten Fällen, nur selten hat die Beratung den hohen Qualitätsansprüchen der Haspa nicht genügt. Die Haspa unterstützt ihre Kunden weiterhin darin, ihre Ansprüche gegenüber der niederländischen Lehman-Tochter geltend zu machen.
  • Das Private Banking der Haspa erzielte in diversen Tests wiederholt Bestnoten. Erst im Dezember 2008 wurde das Institut zum 6. Mal in Folge als bester Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Der Anlageerfolg spiegelt sich auch in den Kundenzahlen wider. Allein 2008 wurden in diesem Segment 700 neue Kunden hinzugewonnen.
  • Im Firmenkundengeschäft ist die Haspa in der Metropolregion der Partner für kleine, mittlere bis hin zu sehr großen mittelständischen Unternehmen. Das Kreditgeschäft mit Firmenkunden wurde spürbar ausgeweitet so betrug der Anstieg an Neubewilligungen im Jahr 2008 rund 22 Prozent. Die Haspa bleibt zudem die Gründerbank Nummer eins in der Metropolregion. Im Jahr 2008 hat die Haspa insgesamt Kredite in Höhe von 55 Mio. Euro an 300 Hamburger Gründer vergeben das ist das höchste Bewilligungsvolumen seit 6 Jahren.

Moderater Abschreibungsbedarf bei Wertpapieranlagen

Das Bewertungsergebnis zeigt ein differenziertes Bild. Wegen des soliden, in der Region verankerten und nicht kapitalmarktorientierten Geschäftsmodells, ist die Haspa von der Finanzmarktkrise deutlich weniger betroffen, als viele andere. Gleichwohl sind die Entwicklungen auch an der Haspa nicht spurlos vorbei gegangen. Angesichts des allgemeinen Kursverfalls an den Kapitalmärkten musste auch die Haspa Abschreibungen bei den Eigenanlagen vornehmen. Hierbei hat die Haspa durchweg konservativ bewertet. Aufgrund einer vorsichtigen Anlagepolitik und eines guten Risikomanagements hielten sich die Abschreibungen jedoch in einem sehr überschaubaren Rahmen.

Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf Vorjahresniveau

Nachdem das Bewertungsergebnis bei den Wertpapieren im Jahr 2007 noch mit 13 Mio. Euro positiv zum Jahresüberschuss beigetragen hatte, verzeichnete die Haspa in 2008 eine Ergebnisbelastung von rund 65 Mio. Euro. Die Vorsorge im Kreditgeschäft betrug 87 Mio. Euro und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Damit ergibt sich ein Betriebsergebnis nach Bewertung in Höhe von 93 Mio. Euro.

Positives Jahresergebnis stärkt Finanzkraft

Unter Berücksichtigung von Steuerzahlungen in Höhe von 33 Mio. Euro hat die Haspa im Jahr 2008 einen Jahresüberschuss in Höhe von 60 Mio. Euro nach Steuern erzielt. Damit hat sich das Geschäftsmodell nicht zuletzt auch im Krisenumfeld bewährt. Die Haspa konnte ihre Finanzkraft weiter stärken.

Ausblick

Prognosen sind derzeit mit hohen Unsicherheiten verbunden. Allerdings erwartet die Haspa in ihrem Kerngeschäft eine Fortsetzung des Wachstumstrends. So rechnet die Haspa sowohl auf der Passivseite mit höheren Kundengeldern als auch auf der Aktivseite mit höheren Kreditbeständen. Bei allen Unsicherheiten geht die Haspa von einem Jahresüberschuss aus, der an das Niveau des Vorjahres anknüpft.

 
 

 

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