Pressemeldungen - Haspa Musikstudie

Musikwirtschaft in Hamburg auf Wachstumskurs
Hamburg, 4. März 2009 – Hamburg weist sehr günstige Voraussetzungen für die Entwicklung der Musikwirtschaft auf. Dies belegt die Haspa Musikstudie „Der Takt der Zukunft – Hamburg setzt auf Musik“. Sie wurde gemeinsam mit dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) erstellt. Die Studie bewertet die Standortbedingungen für die Musikwirtschaft in Hamburg und zeigt die Relevanz der Musik für die Attraktivität und ökonomische Entwicklung Hamburgs und anderer europäischer Städte auf.
Hamburg bietet aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur und Standortbedingungen zahlreiche Vorteile für die Entwicklung der Kreativwirtschaft und des Kultursektors – Wirtschaftsbereiche, die zunehmend Einfluss auf die Prosperität europäischer Metropolen nehmen. Die Musikwirtschaft – mit etwa 6.400 Beschäftigen und selbständigen Künstlern – ist dabei der zweitgrößte kulturwirtschaftliche Markt in Hamburg nach der angewandten Kunst und deshalb ein zentrales Element der Kulturwirtschaft in Hamburg.
In den letzten Jahren hat Hamburg seine Bedeutung als Musikstandort in Deutschland ausgebaut, was die Standortstärke Hamburgs verdeutlicht. Im deutschlandweiten Vergleich weist Hamburg eine überproportional stark ausgeprägte Spezialisierung im Bereich der Musikwirtschaft auf: Hamburg hat einen Anteil von 4,7 Prozent an allen in Deutschland in der Musikwirtschaft Beschäftigten. Somit ist annährend jeder 20. Arbeitsplatz in der deutschen Musikwirtschaft in Hamburg angesiedelt. Zum Vergleich: der Anteil Hamburgs an der gesamtdeutschen Beschäftigung betrug Ende 2007 insgesamt hingegen 2,9 Prozent.
Hohe Beschäftigungszahlen weist mit 2.584 Personen vor allem der Bereich Konzerte und Kompositionen auf. Hamburg ist zudem einer der wichtigsten deutschen Standorte für Musikinstrumentenbau; wichtige Standbeine sind dabei der Bau von Flügeln und Klavieren, gefolgt vom Geigenhandwerk. Bei den selbstständigen Kulturschaffenden im Musikbereich erreicht Hamburg nach Berlin den zweiten Platz und ist damit eine Stadt mit hohem kreativem Potenzial im Musikbereich.
Die Umbrüche in der Musikindustrie in Deutschland und weltweit, die auch auf Innovationen und technischen Fortschritt zurückzuführen sind, haben zu einem Rückgang der Beschäftigung in der Musikwirtschaft im Vergleich zu 1999 geführt. In jüngerer Zeit stehen die Zeichen aber wieder auf Wachstum: In Hamburg hat die Zahl der Arbeitsplätze in der Musikwirtschaft im Zeitraum 2003 bis 2007 um 7 Prozent und damit stärker als in Deutschland insgesamt zugenommen. Hiervon haben alle Zweige der Musikwirtschaft - „Konzerte und Komposition“, „Musiktechnik“, „Musikverlage“ und „Musikinstrumentenbau“ - profitiert.
Die zahlreichen Veranstaltungsorte für Musikveranstaltungen, kreative Menschen und Freiraum für ihre Entwicklungen sowie die vielfältige Ausbildungslandschaft sind eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der Musikwirtschaft in Hamburg.
Die Elbphilharmonie wird die nationale und internationale Wahrnehmung Hamburgs als Musikstadt weiter stärken. „Eine kreative und hochwertige Musikszene beeinflusst die Lebensqualität und das Stadtimage Hamburgs. Dies erhöht die Attraktivität Hamburgs für hoch qualifizierte Arbeitskräfte, Unternehmen und Kulturtouristen, was positive Effekte auf die Wirtschaftsentwicklung generell hat“, sagt Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI.
Für die zukünftige Entwicklung von Musik in Hamburg müssen die Rahmenbedingungen gestärkt werden. Konkrete Ansätze dazu sind der Ausbau der branchenspezifischen Infrastruktur und die gezielte finanzielle Förderung von Musikern. Auch durch eine zielgerichtete Förderung von Forschung und Bildung im Musikbereich kann sich Hamburg als Musikstadt profilieren.
"Mit den Ergebnissen der Haspa Musikstudie wollen wir die Akteure in Hamburg ermutigen, sich weiter mit Kompetenz, Kraft und Motivation für die Musik in Hamburg einzusetzen. Als Haspa haben wir mit der in 2008 gegründeten Haspa Musik Stiftung einen besonderen Akzent gesetzt. Mit unserem gesamten Musikengagement wollen wir zukünftig einen nachhaltigen Beitrag zur lebendigen Musikstadt Hamburg leisten, deren Entwicklung uns am Herzen liegt", sagt Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa.
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Prof. Thomas Straubhaar vom HWWI und Dr. Harald Vogelsang begutachten
die erste Haspa Musikstudie
Über das Musikengagement der Haspa
Die Haspa setzt sich für viele gesellschaftliche Themen aus den Bereichen Musik, Sport, Kunst, Bildung und Soziales ein und unterstützt zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen. Das Thema Musik bildet dabei einen Schwerpunkt. Von der Förderung der Laeiszhalle bis zum Reeperbahnfestival – das musikalische Engagement umfasst zahlreiche Aktivitäten und Förderprojekte. Zur Bündelung ihrer musikalischen Aktivitäten hat die Haspa im August 2008 die Haspa Musik Stiftung unter dem Dach der Haspa Hamburg Stiftung errichtet. Sie soll einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung Hamburgs als bedeutende Musikmetropole leisten. Im Rahmen ihrer Breitenförderung bilden die Bereiche Erziehung, Ausbildung, Therapie, Forschung und Lehre aus der Musik wichtige Schwerpunkte.
Informationen auch unter: www.haspa-musik-stiftung.de


